28. September 2026

Österreich: 14 % Windstrom im Juli und August – ein neuer Sommerrekord

Nach einem starken Juli erreicht die österreichische Windkraft auch im August eine Rekordmarke. Gerade im heissen und trockenen Sommer zeigt sich die Bedeutung einer breit aufgestellten, heimischen Stromversorgung.

Österreich

In den Monaten Juli und August zusammen deckte die Windkraft damit knapp 14 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. Bild: IG Windkraft. © Bild: Klaus Rockenbauer

Die österreichische Windkraft hat in diesem Sommer besonders stark zur Stromversorgung beigetragen. Bereits der Juli war der zweitbeste Windkraft-Juli der vergangenen zwölf Jahre, im August wurde nun die höchste Windstromerzeugung in einem August seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. Damit zeigte die Windkraft gerade während eines von extremer Hitze und Trockenheit geprägten Sommers eine starke und verlässliche Erzeugung.

Sichere und unabhänige Stromversorgung

„Dieser Sommer zeigt eindrücklich, wie wichtig ein breiter Mix aus heimischer Stromerzeugung ist. Während Hitze und Trockenheit andere Teile des Energiesystems unter Druck setzen, liefert die Windkraft auch im Hochsommer zuverlässig Strom. Nach dem starken Juli folgt jetzt ein neuer August-Rekord. Das ist ein wichtiges Signal für eine sichere und unabhängige Energieversorgung“, sagt IG Windkraft-Geschäftsführer Florian Maringer.

Rekordsommer für die Windkraft

Im Juli 2026 wurde um rund 31 Prozent mehr Windstrom erzeugt als im Durchschnitt der vergangenen zwölf Jahre. Damit war der Juli der zweitbeste Juli dieses Zeitraums. Auch im August setzte sich die starke Entwicklung fort: Mit 572 GWh Windstrom wurde ein neuer August-Rekord erreicht.

In den Monaten Juli und August zusammen deckte die Windkraft damit knapp 14 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs.

Auch über das gesamte bisherige Jahr liegt die Windstromerzeugung deutlich über dem langjährigen Niveau. Seit Jahresbeginn wurden bereits 4 Prozent mehr Windstrom erzeugt als im Vorjahr im selben Zeitraum. Gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Jahre liegt die Windstromerzeugung heuer bereits fast 23 Prozent höher.

Windkraft deutlich vor Gaskraft

Wie stark die Windkraft mittlerweile zur österreichischen Stromversorgung beiträgt, zeigt auch der Vergleich mit fossiler Stromerzeugung: Im Sommer lieferte die Windkraft fast achtmal so viel Strom wie die heimischen Gaskraftwerke. Von Jänner bis August erzeugte die Windkraft bereits knapp 40 Prozent mehr Strom als alle österreichischen Gaskraftwerke zusammen.

Windausbau Österreich per Ende 2025

  • Windkraftanlagen: 1447 Anlagen
  • Leistung: 4221 MW
  • jährliche Windstromerzeugung: 9.7 TWh
  • Rund 16 % des österreichischen Stromverbrauchs

Dieser Windstrom vermeidet jährlich 4.8 Mio. Tonnen CO2 – das ist ungefähr so viel CO2, wie rund 2 Mio. Autos ausstossen. Rund 9000 heimische Arbeitsplätze (Zulieferindustrie, Dienstleister und Betreiber).

Text: IG Windkraft