Der Wind stoppt nicht an den Schweizer Grenzen

Windenergie ist eine erprobte Technologie: In den Nachbarregionen produzieren rund 8500 Windenergieanlagen Strom. In der Schweiz sind es 50.

Im Saarland, rund eineinhalb Mal so gross wie der Kanton Freiburg, produzieren über 200 Windenergieanlagen Strom. Luxemburg, das kaum grösser ist als die Kanton St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden, zählte Mitte 2025 bereits 72 Windräder. Im Bundesland Rheinland-Pfalz, rund so gross wie das Schweizer Mitteland, sind es rund 1800 Windenergieanlagen. In Österreich, das doppelt so gross wie die Schweiz ist, ernten über 1400 Anlagen Strom.

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Die Regionen rund um die Schweiz wissen: Dank Windstrom kommen sie sicherer und günstiger durch den Winter.

  • Windkraft deckt 2024 bereits 20 % des Stromverbrauchs Europas. Sowohl in Europa wie auch weltweit sind die Windenergie gemeinsam mit der Solarenergie seit mehr als 10 Jahren die erneuerbaren Energiequellen, deren Nutzung am schnellsten vorangetrieben wird.
  • Die unterschiedlichen Windaufkommen in den Regionen der Schweiz ergänzen sich, sodass stets in einer oder mehreren Regionen Windstrom produziert wird. Dasselbe gilt auch für die verschiedenen Regionen in unseren Nachbarländern und der EU.
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In Österreich, wo ebenfalls 60 % des Strombedarfs mit Wasserkraft gedeckt wird, beträgt der Windstromanteil 14 %. Dieser wird von rund 1400 Windenergieanlagen produziert. Das Land ist doppelt so gross wie die Schweiz und zählt gleich viel Einwohnende. In der Schweiz dagegen produzieren nur 41 Anlagen Windstrom. Damit wird weniger als 1 % des Strombedarfs gedeckt.

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2023 deckten 20 Länder Europas jeweils mehr als 10 % ihres Stromverbrauchs mit Windenergie. Slowenien, die Slowakei und die Schweiz bilden die Schlusslichter dieser Rangliste: Ihr Windstromanteil liegt unter 1 %.