14. November 2023
CKW: 10 Jahre-Jubiläum Windrad Lutersarni - zwei Drittel der Energie wird im Winter produziert ideal
Anfang Oktober konnte das CKW-Windrad auf der Anhöhe Lutersarni seinen 10. Geburtstag feiern. Die Analyse der Zehnjahresdaten liefert erstaunliche Erkenntnisse: Windkraft produziert nicht nur zwei Drittel des Stroms im Winter, sondern auch 60% zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Damit ist sie die perfekte Ergänzung zu Solarenergie.

Bereits zehn Jahre drehen die Flügel des Lutersarni-Windrades ihre Runden und produzieren dabei mehr Strom als erwartet. Bild: CKW
Anfang Oktober konnte das CKW-Windrad auf der Anhöhe Lutersarni seinen 10. Geburtstag feiern. Die Analyse der Zehnjahresdaten liefert erstaunliche Erkenntnisse: Windkraft produziert nicht nur zwei Drittel des Stroms im Winter, sondern auch 60% zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Damit ist sie die perfekte Ergänzung zu Solarenergie.
Unermüdlich drehen die Flügel des Windrades Lutersarni seit Oktober 2013 ab einer leichten Brise von nur gerade 10 Kilometer pro Stunde. In den 10 Produktionsjahren hat das Windrad auf der Anhöhe Lutersarni knapp 29 Mio. kWh Strom produziert. Das ist 20% mehr, als die bei der Projektierung vorgenommenen Windmessungen erwarten liessen. Die Produktion lag jeweils zwischen 2.5 und 3.5 Mio. kWh pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Haushaltstromverbrauch von 2200 bis über 3100 Personen.
60% nachts und 67% im Winter
Windenergie kann insbesondere im windstarken Winterhalbjahr «geerntet» werden – genau dann, wenn in den Bächen wenig Wasser fliesst und die Sonne weniger lange scheint. Das beweisen die Produktionszahlen des Lutersarni-Windrades eindrücklich: 67% des Stroms wurde im Winterhalbjahr produziert. Die Analyse der Zehnjahresdaten liefert eine weitere interessante Erkenntnis: 60% des Winterstroms hat das Windrad zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang produziert.
Sicher und bezahlbar
Windenergie ergänzt deshalb sehr gut Solaranlagen, die tagsüber und je nach Lage mehrheitlich im Sommerhalbjahr Strom liefern. «Die Produktionszahlen von unserem Windkraftwerk verdeutlichen das grosse Potenzial der Windkraft – auch im Schweizer Mittelland», sagt Martin Schwab, CEO von CKW und ergänzt: «Um in Zukunft eine sichere und bezahlbare Stromversorgung gewährleisten zu können, benötigen wir einen massiven Ausbau aller Technologien.»
Die Technologie hat sich in den letzten zehn Jahren enorm weiterentwickelt und ist noch effizienter geworden: Moderne Anlagen produzieren dank längerer Flügel rund drei Mal mehr Strom als die Anlagen, die vor 10 Jahren gebaut wurden. Mit einem stärkeren Ausbau der Windenergie könnte mehr wertvoller Winterstrom produziert und sich abzeichnende Strommangellagen entschärft werden.
Windrad als ein Wahrzeichen im Entlebuch
Für den Entlebucher Gemeinderat Robert Vogel ist das Windrad Lutersarni heute ein wichtiges Wahrzeichen für die Region: «Es ist ein weitherum sichtbares Zeichen für die Gemeinde Entlebuch, die mit Stolz das Label Energiestadt Gold trägt». Aus seiner Sicht haben die drei bestehenden Windräder im Entlebuch Vertrauen und Sicherheit in die Windenergie gegeben. Einen raschen Ausbau der Windenergie in der Biosphäre Entlebuch bzw. im Kanton Luzern begrüsst der langjährige Gemeinderat.
Messungen an zwei neuen potenziellen Windstandorten
Wegen der viel zu langen Bewilligungsverfahren in der Schweiz ist das Windrad Lutersarni immer noch das Einzige im CKW-Portfolio. Das soll sich jedoch in den nächsten Jahren ändern. Aktuell verfolgt CKW als Tochtergesellschaft der Axpo in den Gemeinden Willisau, Reiden, Pfaffnau, Ruswil und Grosswangen weitere Windparkprojekte. Auf dem Salbrig bei Willisau und der Aeberdingerhöchi bei Reiden stehen seit Anfang Mai 2023 Messmasten die neben der Windstärke auch Windrichtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Aktivität von Fledermäusen messen.
Quelle: CKW