3. Juli 2026

Suisse Eole gratuliert SIG: Das Waadtländer Kantonsgericht schmettert sämtliche Beschwerden gegen das Windparkprojekt Grandsonnaz ab

Die Waadtländer Justiz hat die von mehreren Verbänden eingereichten Beschwerden gegen das Windparkprojekt Grandsonnaz im Waadtländer Jura abgewiesen. Keiner der von den Beschwerdeführenden vorgebrachten Einwände wurde vom Verwaltungsgericht gutgeheissen. Damit wurde der Nutzungsplan mit Baubewilligung vollumfänglich bestätigt.

Grandsonnaz

Blick von Yvonand auf den Windpark Grandsonnaz. Photomontage: SIG

90 Millionen kWh pro Jahr
Der Windpark Grandsonnaz soll auf den Höhen der Gemeinden Bullet, Mauborget, Fontaines-sur-Grandson und Fiez im Waadtländer Jura errichtet werden. Seine 15 Windenergieanlagen werden jährlich 90 Millionen kWh Strom produzieren. Das entspricht dem privaten Stromverbrauch von rund 82’000 Personen.

In enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden
Das Projekt wird von Ennova, einer Tochtergesellschaft der Services industriels de Genève (SIG), entwickelt. Es basiert auf einem umfassenden Dialog mit den betroffenen Gemeinden, deren positive Entscheide nun auch vom Kantonsgericht bestätigt wurden.

Überwiegendes nationales Interesse
Das Gericht bestätigt die Qualität der durchgeführten Studien und erachtet die vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen als angemessen. Das Projekt wurde wesentlich angepasst, um seine landschaftlichen Auswirkungen zu reduzieren: Die Anzahl der Windenergieanlagen wurde verringert und die beiden ursprünglich in der Nähe des Chasseron-Gipfels geplanten Anlagen wurden gestrichen. Das Gericht hält zudem fest, dass das Projekt aufgrund seines Beitrags zur erneuerbaren Energieproduktion von überwiegendem nationalem Interesse ist. Gegen dieses Urteil kann noch Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.

Strategische Bedeutung
Mit seinem Entscheid unterstreicht das Kantonsgericht die strategische Bedeutung des Projekts Grandsonnaz, das die Klima- und Energieziele des Kantons Waadt und des Bundes unterstützt. Die lokale, erneuerbare und CO₂-arme Stromproduktion wird dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Da Windenergie vor allem im Winter produziert wird, wenn die Solar- und Wasserkraftproduktion geringer ausfallen, leistet sie zudem einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Schweiz.

Text: Suisse Eole, Quelle: SIG