Infraschall von Windenergieanlagen ist vernachlässigbar
Wissenschaftliche Studien bestätigen: Der von Windenergieanlagen erzeugte Infraschall hat keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen.
Infraschall ist Schall, der so tief ist, dass er unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegt. Er tritt fast überall auf: Gewitter, Föhn, Züge, Autos, Heizungen, Kühlschränke, Wärmepumpen, Meeresbrandung, Schnarchen oder eben auch Windenergieanlagen verursachen Infraschall. Die Wissenschaft ist sich aber einig: Der von Windenergieanlagen verbreitete Infraschall hat keine schädlichen Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen.

Die Infraschallbelastung in einem Auto ist um ein Vielfaches höher als die in der Nähe einer Windenergieanlage.
- Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass bei Einhaltung der massgebenden Belastungsgrenzwerte keine gesundheitlichen Auswirkungen von Windenergieanlagen zu erwarten sind. Das zeigt Ende 2020 eine Literaturübersicht des niederländischen „National Institute for Public Health and the Environment“, die im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) erstellt wurde. Damit wurden die Ergebnisse der ersten solchen Studie des BAFU von 2017 sowie zahlreiche Studien aus dem Ausland bestätigt.
Zum Bericht auf der Homepage des BAFU (englisch, deutsche Zusammenfassung auf den Seiten 13 und 14) ; - Forscher der Universität Bayreuth haben die Infraschallbelastung in einem fahrenden Auto mit einem Turbomotor untersucht: Gemäss diesen Messungen sind die Menschen im Auto mit Turbomotor während 3 Stunden derselben Menge an Infraschall ausgesetzt, die eine Windenergieanlage an ihre Umgebung auf 300 Meter Entfernung während 27 Jahren abgibt.
Universtität Byreuth Infraschall im Auto - Von 2005 bis 2021 setzte die deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) durch eine fehlerhafte Umrechnungsformel die Infraschall-Belastung von Windkraftanlagen um den Faktor 4000 zu hoch an. Der Fehler wurde anfangs 2021 entdeckt und korrigiert. Der damalige deutsche Bundeswirtschaftsminister Altmaier bat um Entschuldigung. Die fehlerhaften Werte dienen in vielen Ländern jedoch immer noch als Referenz.
Stellungnahme der deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften - 2020 machte Freie Landschaft Schweiz mit einer Studie mit dem Titel „Intensité des infrasons émis par les éoliennes et sa dépendance du sous-sol et d’effets résonants dans les constructions“, der von dem pensionierten Physiker Bernard Jeanneret verfasst worden war, Schlagzeilen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) stellte 2022 fest, dass die in der Studie publizierten Schallpegel um 46 dB zu hoch ausgewiesen waren: Der Bericht stützte sich im Wesentlichen auf Daten in Grössenordnungen, die physikalisch unmöglich sind.
Zur der vom Bundesamts für Umwelt in Auftrag gegebenen Studie
Weitere Studien, die bestätigen, dass Infraschall von Windenergieanlagen keinen Einfluss auf die Gesundheit von Anwohnenden hat:
Deutsche Langzeitstudie: „Verbundprojekt: Objektive Kriterien zu Erschütterungs- und Schallemissionen durch Windenergieanlagen im Binnenland – TremAc- Zusammenfassender Schlussbericht zum Gesamtvorhaben »
Finnische Langzeitstudie: „Infrasound Does Not Explain SymptomsRelated to Wind Turbines“