17. Juni 2025
Die Schweiz braucht eine Vervierfachung der Solarleistung und 80 Mal mehr Windenergie
Bis 2050 soll das Energiesystem der Schweiz dekarbonisiert werden und ohne Atomstrom auskommen. Wie das möglich ist und was das kostet, zeigt ein neuer Bericht eines Schweizer Forschungskonsortiums, an dem Forschende der ETH Zürich, der Universitäten Genf und Bern, der EPFL, der WSL und der ZHAW beteiligt waren.
In der ersten Studie des Berichtes des Sweet-Konsortiums Edge haben die Forschenden nachgewiesen, dass die Schweiz das 45-TWh-Ziel über verschiedene Wege erreichen kann. Dazu muss sie jedoch die Photovoltaik und die Windenergie massiv ausbauen. Von den 45 TWh kämen im Schnitt rund 28 TWh Strom von Photovoltaikanlagen, 13 TWh von Windanlagen und der Rest aus Biomasse.
Im Durchschnitt müsste die Leistung der in der Schweiz installierten Photovoltaikanlagen von heute 6.4 Gigawatt (GW) auf rund 26.8 GW im Jahr 2050 ansteigen – was einer Vervierfachung entspricht. Bei der Windenergie, die für die Stromproduktion im Winter entscheidend ist, wäre der nötige Ausbau deutlich grösser: Die Leistung müsste von heute durchschnittlich 0.1 GW auf rund 8.4 GW im Jahr 2050 steigen – das ist über 80-mal mehr als heute.
«Dieser starke Zubau an Photovoltaik und Windenergie bis 2050 ist ohne griffige Subventionen kaum vorstellbar», sagt Giovanni Sansavini, Professor für Reliability and Risk Engineering an der ETH Zürich und einer der Mitautoren der Studie.
