2. März 2026

Bayern: Energieminister Hubert Aiwanger fordert Bundesratsinitiative für eine Sonderausschreibung Windenergie

Bayern baut die erneuerbaren Energien entschlossen, erfolgreich und mit Augenmass aus. Ihr Anteil an der Stromerzeugung lag im Jahr 2024 erstmals bei über 75 %. "Deutschlandweit liegen wir klar vor dem Durchschnitt von unter 60%. Wir gestalten die Energiewende pragmatisch, effizient, mit klarem Blick auf Wirtschaft und Menschen. Berlin darf uns jetzt aber nicht ausbremsen“, sagt Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und fordert eine Sonderausschreibung für Windenergie mit zusätzlichen 5 GW für 2026.

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Hubert Aiwanger: „Die Windenergie ist ein zentraler Pfeiler der Energiewende. Damit gut geplante Projekte auch realisiert werden können, müssen ausreichend Zuschläge zur Verfügung stehen.» Bild: StMWi/R. Dier

Der Minister weiter: „Wir sind bei Photovoltaik mit 31 Gigawatt, Wasserkraft mit 2.4 Gigawatt und Biomasse mit 1.9 Gigawatt Spitzenreiter. Auch beim Ausbau der Windenergie legen wir zu: 2.8 Gigawatt installierte Leistung, 774 neue Genehmigungsanträge gestellt, 171 Genehmigungen allein im Jahr 2025 erteilt. Windenergieanlagen werden nach durchschnittlich zehn Monaten nirgendwo sonst in Deutschland schneller genehmigt als in Bayern. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Effiziente Behörden, zahlreiche neue Stellen, insbesondere für Expertenteams als Stabsstellen an den Regierungen sowie gezielte Förderprogramme sind ein starker Hebel.“

Sonderausschreibung Windenergie
Die aktuellen Bundes-Entwicklungen bei der Windenergie geben allerdings Anlass zur Sorge: Zahlreiche Projekte erhielten in der Ausschreibung der Bundesnetzagentur im November keinen Zuschlag, zugleich werden die Ausschreibungsmengen absehbar nicht ausreichen. Bayern setzt sich daher mit einer Bundesratsinitiative für eine Sonderausschreibung Windenergie mit zusätzlichen fünf Gigawatt im Jahr 2026 ein. Im Zuge der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) braucht es zudem eine Weiterentwicklung des Referenzertragsmodells, das auch windschwächere Standorte berücksichtigt, sowie zusätzliche Ausschreibungsmengen, um den Ausbau nachhaltig abzusichern.

Windenergie ist ein zentraler Pfeiler
Aiwanger betont: „Die Windenergie ist ein zentraler Pfeiler der Energiewende. Damit gut geplante Projekte auch realisiert werden können, müssen ausreichend Zuschläge zur Verfügung stehen. Unsere Bundesratsinitiative schafft dafür die notwendigen Voraussetzungen. Zudem brauchen wir Klarheit bei den bundesweiten Zielvorgaben, insbesondere für die Flächenausweisungen. Aktuell wird im Bund darüber diskutiert vom 2-Prozent-Ziel abzuweichen. Das entwertet laufende Planungen und schafft Rechts- und Investitionsunsicherheit.“

Text: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie