17. Dezember 2025
Neue Broschüre: «Energie-Risikoversicherung – 5 Milliarden kWh Windstrom im Winter ab 2035»
Das Windenergiekonzept 2035 von Suisse Eole zeigt anhand der beispielhaften Windenergieprojekte der Berner Gemeinde Eriswil, der Neuenburger Gemeinde Val-de-Ruz und der Stadt Lausanne, dass Gemeinden dank des Ausbaus der Windenergie ihren Strombedarf substanziell selbst decken könnten. Olivier Waldvogel, Verantwortlicher Deutschschweiz von Suisse Eole unterstreicht: «Windenergie ist mehr als nur nice to have, vor allem im Winter ist sie die Schlüsseltechnologie unseres erneuerbaren Strommixes.»
Er fügt hinzu: «Windenergie ist eine Energie-Risikoversicherung für die Schweiz!» Unsere Nachbarländer zeigen, dass diese Strategie funktioniert: Bereits 2025 wiesen alle einen Windenergieanteil von mindestens 10 % in ihrem Strommix auf – in einigen Ländern lag er sogar noch deutlich höher. In der Schweiz hingegen liegt der Anteil der Windenergie noch weit unter 1 %. Olivier Waldvogel betont: «Es gibt also noch viel zu tun: Die Branche ist bereit, das grosse Potenzial auszuschöpfen!»
Vier Forderungen des Windenergiekonzepts 2035 wurden inzwischen von Bund und Politik bereits aufgenommen, darunter das Ziel von 2.3 Mrd. kWh Windstrom bis 2030, das vor kurzem in der Energieverordnung festgeschrieben wurde. Olivier Waldvogel: «Die Branche begrüsst ebenfalls, dass dank des Beschleunigungserlasses nun schweizweit ein konzentriertes kantonales Bewilligungsverfahren eingeführt wird. Das wird helfen, die aktuelle Projektpipeline mit über 2.7 Milliarden kWh Windstrom rascher umzusetzen»
Suisse Eole und seine Mitglieder fordern unter anderem auch:
- dass Windenergieprojekten, die im Winter über 5 Millionen kWh Strom produzieren, das gleiche nationale Interesse beigemessen wird, wie Solarenergieprojekten;
- dass die kantonalen Richtpläne regelmässig überarbeitet werden und der Grundsatz der Konzentration von Anlagen im Sinne einer dezentraleren Versorgung gelockert wird;
- dass die Gemeinden ihr Windenergiepotenzial in ihren kommunalen Energieplänen evaluieren;
- dass das Verbandsbeschwerderecht bei Projekten von nationalem Interesse nur zugelassen wird, wenn drei Organisationen gemeinsam Beschwerde einreichen.
Wenn 20 % der Gemeinden ihr Windenergiepotenzial nutzen, könnte die Schweiz ab 2035 jährlich 5 Mrd. kWh Windstrom im Winter produzieren. Das entspricht dem jährlichen Haushaltsstromverbrauch von ca. 4.5 Millionen Menschen. Olivier Waldvogel: «In Deutschland müssen alle Gemeinden 2 % ihres Gebiets für die Windenergie einzonen. Für die Umsetzung unseres Konzepts benötigen wir 10-mal weniger Fläche in 5-mal weniger Gemeinden. Auch wenn wir 50-mal weniger ehrgeizig sind als unser Nachbarland, können wir unsere Energieversorgung im Winter sicherstellen.»
Fresh-up der Broschüre «Windenergie – Grant für Winterstrom»
Suisse Eole hat ebenfalls die Informationsbroschüre «Windenergie – Garant für Winterstrom» überarbeitet und erweitert. Sie enthält die wichtigsten Argumente für Windenergie und zeigt auf, dass sie nicht nur eine Option, sondern ein Must ist. Insbesondere im Winter ist sie die Schlüsseltechnologie unserer Energieversorgung.
