24. Februar 2025

Sainte-Croix: Der Windpark hält, was er verspricht

Ein Jahr nach der Inbetriebnahme präsentieren die Betreiber des Windparks Sainte Croix stolz die vielversprechenden Produktionszahlen. Obwohl die sechs Turbinen in der Anlaufphase mehrmals abgeschaltet wurden, haben sie im Jahr 2024 20.1 Millionen kWh Strom erzeugt.

Inuguration Vue D Ensemble

Die sechs Anlagen liefen über 20.1 Mio. kWh Strom. Das ursprünglich erwartete Produktionsziel von 22 Mio. kWh Strom pro Jahr liegt also bereits in erreichbarer Nähe. Bild: Romande Energie / Valentin Flauraud

Der Park wurde im Januar 2024 offiziell in Betrieb genommen. Seitdem musste die eine oder andere Anlage aus verschiedenen Gründen abgeschaltet werden: Es gab windschwache Perioden und vorbeugende Instandhaltungen, Störungen mussten behoben werden, die Leistung der Anlagen musste aus Gründen des Umweltschutzes gedrosselt werden (Schattenwurf, Schutz von Fledermäusen, Schutz von Zugvögeln, Vereisung usw.). Der Hauptgrund für die Abschaltungen war die Vereisung im Winter.

Die Besonderheiten des Standorts besser verstehen
Obwohl die Rotorblätter mit einem Heizsystem ausgestattet sind, das das Eis zum Schmelzen bringt, entschied sich Romande Energie im ersten Betriebsjahr dazu, auf Nummer sicher zu gehen: Der Energieversorger schaltete die Anlagen bei Vereisungsgefahr vorsichtshalber ab. Diese Strategie wurde dazu genutzt, die Besonderheiten des Standorts besser zu verstehen und den Plan für Abschaltungen im Winter zu optimieren. Denn die Tage, an denen die Anlagen im ersten Betriebsjahr wegen Vereisungsgefahr abgeschaltet wurden, waren Tage mit günstigen Winden für die Stromproduktion. Um die Produktionsverluste durch diese Abschaltungen zukünftig zu verringern, sollen jetzt die Geräte zur Erkennung von Vereisungsgefahr bis zum Winter 2025-2026 verbessert werden.

Die sechs Anlagen liefen dennoch 67 % der Zeit und konnten 2024 mehr als 20.1 Millionen kWh Strom erzeugen, was dem Haushaltsstromverbrauch von rund 18‘000 Menschen entspricht. Das ursprünglich erwartete Produktionsziel von 22 Millionen kWh Strom pro Jahr liegt also bereits in erreichbarer Nähe.

Radar erfasst Vogelzug
Zur Erfassung des Vogelzugs wurde ein Radarsystem in Betrieb genommen. Zusammen mit den Erkenntnissen des Ornithologen, der für die visuelle Erfassung des Vogelzugs zuständig ist, wird so die Aktivität der Vögel überwacht. Das Radarsystem ermöglicht es, die Windkraftanlagen je nach Intensität des Vogelzugs abzuschalten. Romande Energie beobachtet zudem zuammen mit einem unabhängigen Experten die Aktivität und Sterberate von Vögeln und Fledermäusen am Standort. Dadurch soll überprüft werden, ob die derzeit bestehenden Pläne zum Schutz der Vögel und Fledermäuse angemessen sind.

Text: Suisse Eole, Quelle: Romande Energie