12. Juni 2025

Suisse Eole begrüsst Clemens Bolli von Axpo und Pascal Müller von Ewz im Vorstand

An der Generalversammlung vom 14. Mai 2025 in Bern haben die Mitglieder von Suisse Eole Clemens Bolli von Axpo und Pascal Müller von Ewz neu in den Vorstand gewählt. Wir haben ihnen anlässlich der Wahl drei Fragen gestellt.

Clemens Und Pascal

Pascal Müller von ewz (links) und Clemens Bolli von Axpo (rechts)

Was möchtest du persönlich in den Vorstand von Suisse Eole einbringen?

Clemens Bolli: Meine Kenntnis der formellen und informellen politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für die Realisierung von Infrastrukturprojekten, insbesondere was die Akzeptanz betrifft, sowie das Netzwerk und Knowhow von Axpo in allen Bereichen der Energiewirtschaft.

Pascal Müller: Ich bringe internationale Erfahrung mit einem breiten Netzwerk aus der Energiebranche mit. Mein Ziel ist es, Best Practices in die Schweizer Realität zu übertragen. Wichtig ist mir auch, den Austausch unter den Sprachregionen zu stärken, um die Windenergie noch mehr als Teil einer gemeinsamen Energiewende zu positionieren.

Wie kann die Schweiz ihren Rückstand bei der Windenergie aufholen?

Clemens Bolli: Indem möglichst rasch weitere Anlagen in Betrieb gehen, vor allem in der Deutschschweiz. Denn dann wird die Bevölkerung erkennen, dass im Allgemeinen die Vorteile von Windenergie unterbewertet und die Nachteile überbewertet werden.

Pascal Müller: Indem wir von erfolgreichen Modellen im Ausland lernen – etwa bei Planungsprozessen, Partizipation oder der Kombination von Wind mit anderen Erneuerbaren. Entscheidend ist, dass Projekte rascher realisiert und regional verankert werden. Sichtbare Beispiele fördern Akzeptanz. Eine offene Kommunikation über Chancen und Herausforderungen ist dabei zentral.

Wird die Windenergie in der Schweiz einmal einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung leisten?

Clemens Bolli: Ja, vor allem im Winter, im Zusammenspiel mit den anderen Technologien. Bei rationaler Betrachtung sagt uns die Vernunft, dass dies sinnvoll ist. Und ich glaube daran, dass mit guten Argumenten letztlich die Vernunft obsiegt.

Pascal Müller: Ja – insbesondere im Winter, wenn Solarenergie weniger verfügbar ist. Windkraft ergänzt die Wasserkraft ideal und trägt zur Versorgungssicherheit bei. Andere Länder zeigen, wie Windenergie erfolgreich integriert werden kann. Mit einer klaren Strategie, technologischem Know-how und gesellschaftlichem Dialog wird auch die Schweiz dieses Potenzial nutzen.

Wahl von Präsidium und Vorstand
Wiedergewählt wurden die Präsidentin Isabelle Chevalley, die Vize-Präsidentin Priska Wismer sowie die Vorstandsmitglieder Raynald Golay von Alpiq, Etienne Roy von Romande Energie, Jean-Luc Zanasco von SIG/Enova, Jean-Marie Rouiller von Rhône Eole, Jürg Michel von Caladawind sowie Stéphan Constantini, Gemeindepräsident von Vallorbe.